Fragments of an unknown city




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So hoch wie Berlin
Ein Boot wird von einem Kran auf die Höhe der Spree geho-
ben und hängt 40 Meter über dem Boden der Innenstadt. 
Berlin und St. Petersburg werden ineinander geschachtelt 
und bilden einen einzigen irrealen, hybriden Raum. (Nicht 
realisiertes Konzept)
При  помощи  крана  лодка  поднята  на  условную 
высоту  уровня  реки  Шпрее,  и  подвешена  на  высоте 
40 метров над уровнем земли в самом центре города. 
Таким  образом  Берлин  и  Санкт-Петербург  как  бы 
вставленные  друг  в  друга,  образуют  одно  единое 
ирреальное, гибридное пространство. (Проект не был 
реализован)

Nothing is bad without something good.
Am Eröffnungsabend war für mehrere Stunden ein Kran-
kenwagen  mit  laufendem  Blaulicht  vor  dem  Eingang  des 
Ausstellungsortes  geparkt.  Wer  beim  Verlassen  der  Aus-
stellung den Wagen wieder erkannte, der noch immer vor 
der Fabrik wartete, sah sich für einen flüchtigen Augenblick 
mit einem irritierenden Eindruck konfrontiert, der weder 
ganz  in  die  gleichgültigen  Emotionen  des  Alltags  noch  in 
den  Rahmen  der  Ausstellung  integriert  werden  konnte. 
Der  Zeitpunkt  wurde  markiert  als  ein  Moment,  der  von 
Bedeutung ist, obwohl oder gerade weil er nicht als Kunst 
erkennbar war.
Долгое  время  машина  «скорой  помощи»  стоит  на 
месте  с  включенной  мигалкой.  Это  настораживает 
находящихся рядом людей. Сигнал «скорой помощи» 
вызывает  тревогу,  выбивает  из  колеи.  В  этом  месте 
городская жизнь застывает в ожидании опасности.




Katja Burlyga | Катя Бурлыга
Untitled
Ein Stein aus dem Berliner Technoclub „Berghain“ wurde 
in eine Wand der Krasnoe Znamja Fabrik eingemauert. Der 
Stein, dessen Platz er einnahm, wurde nach Berlin gebracht 
und ins „Berghain“ zurückgebaut.
Кирпич  из  стены  знаменитого  берлинского  клуба 
«Berghain»  вмонтирован  в  стену  бывшей  фабрики 
«Красное  знамя».  Кирпич,  извлеченный  из  стены 
«Красного знамени», будет доставлен в Берлин. Этот 
символический  обмен  продемонстрирует  разницу 
между  двумя  городами.  В  Берлине  большинство 
бывших индустриальных построек возвращаются
к  жизни  как  культурные  центры.  В  Петербурге  этот 
процесс только начинается.



anerkannte Berufsbild vor. So gebührt auch die Anerkennung der staatlichen Institutionen vor allem 
denjenigen, die lange Jahre handwerkliches Akademiestudium auf sich nehmen, um Meister ihrer 
Disziplin, Kenner ihres Mediums zu werden. Wenn im Gegensatz die Entgrenzung der Künste in Zei-
ten  der  Globalisierung  immer  wieder  zu  Fragen  der  Beliebigkeit  oder  mangelnden  Kritikfähigkeit 
zeitgenössischer Werke führt, treffen wir hier auf ein offizielles, ernsthaftes Bewertungssystem. 
Dass die geplanten Arbeiten aus diesem herausfallen, zeigt die anfängliche Hartnäckigkeit der Be-
amten. Trotz Übersetzungshilfe, Zeitdruck und offizieller Papiere fordern sie uns auf, Anträge auszu-
füllen, in drei Tagen wieder zu kommen. Da hilft es nicht, dass auch Andreas eines Zufalls wegen ein 
Kilogramm Agar-Agar, ein oft für Bakteriennährböden verwendetes Geliermittel, auspacken muss 
und so den Klischee-Fall eines jeden Einreiseverbots erfüllt: eine Plastiktüte weißen Pulvers. Als ob 
auch die Beamten nach etwa einer Stunde die Komik der Situation nicht mehr abwehren können, 
lassen sie die Bürokratie plötzlich links liegen und uns mitsamt Gepäck gehen. „Sie müssen doch 
verstehen, dass wir sie... damit. nicht einfach einreisen lassen können.“ 
2. Erinnern und repräsentieren. 
5. - 11. September 2011: Erste Reise (Dmitry, Lukas, Nick, Tina)
Auf einer schlendernden Suche nach Abseitigem sollten wir die Möglichkeiten dieser Stadt erkun-
den. Innerhalb einer Stadtentwicklungs-Konferenz waren wir eingeladen, eine Woche blieb uns nun, 
das Festgefahrene, Widersprüchliche und Verschiebbare St. Petersburgs kennenzulernen und einen 
passenden Ort für die Ausstellung zu finden. Auf langen Spaziergängen mit Dmitry, einem auf urba-
ne Fragen spezialisierten Soziologen, kreuzten wir reihenweise Orte, die gar nicht programmatisch 
sein sollten und gerade deswegen davon sprechen, welche Ideale das Programm aufstellen (und 
welche eben nicht). Ein Gräuel ist Dmitry der Newski-Prospekt, die berühmte Prachtstraße, die mit 
ihren viereinhalb Kilometern Länge unweigerlich jede Route kreuzt. Wir laufen also abseits und tref-
FRAGMENTE EINER AUSSTELLUNG
fen nur unweit davon auf ein Krankenhaus im Stile des Konstruktivismus, das sein eigenes Leiden vor 
den Patienten nicht zurückhalten kann. Gebrechliche Knochen humpeln durch zerbrechliche Kon-
struktionen, gezeichnete Gesichter laufen müde an zerkerbten Fassaden vorbei: Das triste Vergehen 
1. Zoll. Entgrenzung. Kunstfreiheit.  
dieses Ortes ist bezeichnend. Es ist ein Zeuge davon, wie St. Petersburg den modernen Avantgarden 
abgesagt hat. Ist der Tod des ungeschätzten Bauerbes ein schleichender, so unterstreicht der Verfall 
22. Oktober 2011: Ankunft in St. Petersburg
doch abschätzig, was in der Geschichte der aus demonstrativem Repräsentationswillen geborenen 
Es gibt genau einen unter unseren fünf Koffern, den der russische Zoll bei der Einreise gern über-
Stadt glänzen soll. (Innerhalb weniger Jahre ließ Zar Peter der Große Anfang des 18. Jahrhunderts aus dem sumpfi-
gen Boden der Newa-Mündung St. Petersburg als neue Hauptstadt bauen. Zehntausende Zwangsarbeiter kamen bei der 
sehen darf und ihn genau deswegen als einzigen nicht außer Acht lässt. Mit jedem Beutel, den die 
fantastischen Stadterrichtung des „Fensters zu Europa“ um.) Die Frage, worauf zeitgenössisches Kunstschaffen 
Beamten  Markus  bitten  zu  öffnen,  wird  die  Kombination  der  Dinge  bizarrer,  skepsiserregender: 
in St. Petersburg heute basiert, ist unmittelbar damit verbunden. 
Elektronik-Werkzeug,  Kabel,  umgebaute  Geiger-Müller-Zähler,  Pigmentdosen  -  Kleinformat  einer 
Ausstellung, die nur fünf Tage später eine ganze Fabrikhalle füllen soll.  Immer stärker versuchen 
Schon vor der Reise hatten wir versucht, einen Eindruck aktuellen Kunstgeschehens in der Stadt zu 
die Beamten, ihre vor Überforderung und Unsicherheit strotzenden Mienen hinter strenger Auto-
bekommen. Was sich aus der Ferne findet, sind die Extreme. Da steht die Akademie, trutzburgenhaft 
ritärmimik zu verstecken. Gut, dass wir uns dazu entschlossen hatten, die Rauchbomben, die für 
die Klassik wahrend. Und dort wird sie vom vieldiskutierten Phallus der Gruppe Vojna (dt. „Krieg“) 
eine Arbeit vonnöten sind, erst vor Ort zu kaufen. Ein geringes Budget fordert Kompromisse. Weder 
buchstäblich übermannt. (Im Sommer 2010 malte die Gruppe einen 65 Meter langen Phallus auf eine Klappbrücke 
hätten wir die benötigten Materialien schicken lassen können noch blieb viel Zeit, um durch Peters-
nahe des Gebäudes des russischen Geheimdienstes FSB. Mit der allnächtlichen Öffnung der Brücke erhob er sich über 
burger Baumärkte zu schlendern. Was sich in Berlin vorbereiten ließ, sollte nun möglichst nur noch 
die Stadt.) Da zählt die Eremitage etwa drei Millionen Werke zu ihrer Sammlung, dort zählen wenige, 
installiert werden. Um den Zollbeamten aus den Einzelteilen einen Gesamteindruck der geplanten 
kleine und meist erst kürzlich gegründete Institutionen zeitgenössischer Kunst ihr Geld. Ein Museum 
Arbeiten zu vermitteln, zeigten wir ihnen Skizzen, Fotos, Videos. Zwei Bassgitarren, die durch die 
jüngsten Kunstschaffens gibt es in St. Petersburg nicht. Nur wenige Ausstellungsräume, von denen 
Hintergrundstrahlung  des  Ausstellungsraumes  gespielt  werden  sollten.  Bakterien,  in  Schaukästen 
neben engagierten Projekten, wie dem Kunstraum Taiga, viele an größere Galerien erinnern – etwa 
wuchernd, die eine alternative Kartographie der Stadt bilden würden. Sichtlich verwirrt, ließen sie 
das Loftprojekt ETAGI. Oft werden Beschwerden laut, wie Galerien vom fragwürdigen Geschmack 
unseren Enthusiasmus auf Unverständnis prallen. In Berlin wird alles von der alltäglichen Ordnung 
neureicher  Gattinnen  geführt  würden.  Grober  Abklatsch  westlicher  Positionen,  so  die  Kritik.  Wir 
Abweichende potenziell zu Kunst erklärt, das Stichwort Kunstfreiheit zu einer oft zitierten Ausrede 
werden nach Moskau verwiesen, immer wieder: Seit dem Jahre 2008 versammelt Abramovic-Freun-
jedweder Handlung. Im Russischen hingegen vermittelt schon die Übersetzung des Wortes „Künst-
din Daria Zhukova in „The Garage“ international agierende Künstler wie James Turrell, Mark Rothko 
ler“ eine zumindest in breiten Teilen der Gesellschaft verbreitete Erwartungshaltung an Kunst. Ein 
oder das Ehepaar Kabakov. 
Chudoschnik (художник) entspricht dem Stereotyp eines Malers, so gab es das zu Sowjet-Zeiten 
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